Perspektive Gesundheitswirtschaft

Arbeitsfelder entdecken

OP-Saal. Foto: TRUMPF

Die Gesundheit wird für immer mehr Menschen immer wichtiger und ist schon lange nicht mehr der Zustand des "Nichtkrankseins".

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen "Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens". Da liegt es auf der Hand, dass sich nicht nur Ärzte und das Pflegpersonal um die Gesundheit kümmern.

Die Prävention z. B. und die aktive Förderung der Gesundheit durch Sport und Ernährung werden immer wichtiger. Hinzu kommt die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden und medizinischen Geräten. Die Medizintechnik ist auf Wachstumskurs: Der Gesamtumsatz der deutschen Medizintechnikunternehmen stieg im Jahr 2011 um 6,9 Prozent.

Insgesamt sind in Deutschland 4,3 Millionen Menschen in der Gesundheitsbranche beschäftigt – in über 800 Berufen. Sie stellt mit 260 Milliarden Euro Umsatz die größte Branche Deutschlands dar.

Entsprechend vielfältig sind auch die Beschäftigungsmöglichkeiten. Nicht nur die therapeutischen und pflegebezogenen Berufe sind vertreten, sondern auch Berufe wie Biotechnologie, Public Health, Medizininformatik, Gerontologie und Ernährungswissenschaft.

Schon heute arbeitet in Berlin etwa jeder neunte Erwerbstätige in Bereichen, die mit Gesundheit zu tun haben. In wissenschaftlichen Studien wurde bereits nachgewiesen, dass der Fachkräftebedarf bis zum Jahr 2030 stetig steigen wird und dann ca. 370.000 Menschen der Region in dieser Branche ihre Arbeit finden werden.

Eine fundierte berufliche Ausbildung mit erfolgreichem Abschluss ist nach wie vor die Basis für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Neben der klassischen Fachausbildung ist auch fächerübergreifendes Wissen gefragt.

QuereinsteigerInnen haben damit ebenso gute Chancen wie SpezialistInnen. Auch bei den "weichen" Qualifikationsmerkmalen werden zahlreiche Ansprüche an BewerberInnen gestellt. Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität werden in der Branche vorausgesetzt. Bei zunehmender Internationalisierung nehmen Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen an Bedeutung zu.