Perspektive Gesundheitswirtschaft

Kompetenzen erkennen

Eine Laborantin bereitet den Start eines Sequenziergeräts vor. Die Gensequenzen auf dem Monitor im Hintergrund liefern wertvolle Hinweise auf die Entstehungs geschichte des Tumors und mögliche Therapieansätze. Foto: Bayer HealthCare AG

Unter Kompetenz versteht man die nachgewiesene Fähigkeit, Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen in Arbeits- oder Lernsituationen zu nutzen. Kompetenzen zeigen sich immer nur im Handeln: Nur wenn eine Person handelt, können ihre Kompetenzen sichtbar werden. (Im Unterschied zu Qualifikationen, die durch Zeugnisse belegt sind und die eine Person erworben hat, egal ob sie entsprechend handelt oder nicht.)

Kompetentes Handeln schließt den Einsatz von Wissen, von intellektuellen und praktischen Fähigkeiten genauso ein wie soziales Verhalten und Werte.

Kompetenzen werden im Laufe des Lebens erlernt und auch durch kulturelle Sozialisation geprägt. Z. B. gilt Konfliktfähigkeit, in Deutschland eine anerkannte Schlüsselkompetenz, in vielen asiatischen Ländern eher als unhöfliches Verhalten. Durchsetzungsfähigkeit, die man in Deutschland in vielen Berufen braucht, hat z.B. in Polen eher einen negativen Beigeschmack.

Folgende Kompetenzarten werden unterschieden:

  • Fachkompetenzen entsprechen in etwa den beruflichen fachlichen Qualifikationen.
  • Sozialkompetenzen zeigen sich bei der Interaktion zwischen Personen. Beispiele sind Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit.
  • Methodenkompetenzen befähigen dazu, sich selbst Arbeitsmethoden anzueignen und sie einzusetzen, wie Arbeitssystematik, Problemlösekompetenz, Exaktheit.
  • Personale Kompetenzen zeigen sich in Selbstverantwortung, Motivation, Belastbarkeit.

Quelle: IQ Facharbeitskreis Kompetenzfeststellung

Sozialkompetenzen

Teamfähigkeit

Konfliktfähigkeit

Kommunikationsfähigkeit

Methodenkompetenzen

Arbeitssystematik

Problemlösekompetenz

Exaktheit

Personale Kompetenzen

Selbstverantwortung

Motivation

Belastbarkeit